Früher und heute

Der landwirtschaftliche Betrieb war schon in den 60er Jahren auf Ackerbau und Milchviehaltung ausgerichtet. Nachdem im Jahr 1989 in einer für die Landwirtschaft schwierigen Zeit die Weichen auf „Nebenerwerb“ gestellt waren, fand eine reine Spezialisierung auf Ackerbau statt. Das war zu dieser Zeit sicherlich die richtige Entscheidung, da der Universitätsabschluss des Betriebsleiters beruflich andere Perspektiven bot, als die Bewirtschaftung eines landwirtschaftlichen Betriebes auf einem Grenzertragsstandort. Es gelang aber dennoch in den Folgejahren trotz der schweren, tonigen und z.T. flachgründigen Böden, ausreichende Erträge zu erwirtschaften, um das zweite Standbein aufrecht zu erhalten.

In diesen ersten reinen Ackerbaujahren wurden Sommerbraugerste, Wintererste, Raps und Weizen angebaut. Die wirtschaftlichen Zwänge, d.h. die immer teurer werdenden Betriebsmittel und der immer weiter absinkende Erzeugerpreis führte dazu, dass die Fruchtfolge enger wurde. Zeitweise wurden neben der damals verpflichtenden Stilllegung nur noch Weizen und Raps angebaut. Ziel war es immer, qualitativ hochwertige Produkte anzubauen. Ohne diesen Anspruch war auch in den schlechten Jahren auf dem Markt kein Absatz möglich.

Ständig neue Verordnungen, aber auch der stetig steigende Verbraucherwunsch nach qualitativ immer besser abgesicherten Nahrungsmitteln lassen den Schwerpunkt der Arbeit vom Feld ins Büro wandern. In dem Betrieb war es schon immer selbstverständlich, dass alle Produktionsschritte zeitgenau aufgezeichnet werden. Nunmehr ist durch die VERORDNUNG (EG) Nr. 178/2002 zur Festlegung der allgemeinen Grundsätze und Anforderungen des Lebensmittelrechts die Tranparenz in allen Stufen der Lebensmittel- und Futtermittelerzeugung vom Gesetzgeber gefordert. Durch den Einsatz moderner EDV-gestützter Aufzeichnungssysteme sind solche Forderungen ohne erheblichen Mehraufwand zu erledigen.

Zwischenzeitlich haben sich die Zeiten für die Landwirtschaft zum Positiven geändert. Volatile Märkte auf einem durchweg höheren und interessanten Niveau beherschen das Bild. Im Betrieb ist eine neue Generation heran gewachsen, die auch für die nächste Generation Interesse an dem Métier hat. Das hat Investitionen in moderne Maschinen und Gebäude nach sich gezogen. Auf den Ackerflächen wird nun Raps, zur Speiseölgewinnung, Triticale als heimische Futterpflanze, Sommer-Braugerste zum Mälzen (Bier), Erbsen und Ackerbohnen (für hofeigenes Legehennenfutter) und hochwertiger Brotweizen angebaut.

Die Flächen werden für die Winterungen werden ausschließlich pfluglos bewirtschaftet. Dies hat auf den schweren Böden zu einer besseren Bodenfruchtbarkeit und einem höheren Ertragsniveau geführt. Für die Sommerungen wird zunächst unmittelbar nach der Ernte eine Zwischenfrucht gesät. Diese verbleibt den kompletten Winter über auf den Flächen und schützt somit vor Nährstoffauswaschung und Bodenerosion. Ca. Mitte Januar werden die Flächen gepflügt und kurz danach mit der Sommer-Kultur (Braugerste, Erbsen, Ackerbohnen, Hafer) bestellt.

Mit der Entscheidung von Sebastian Hoffmann den Betrieb wieder im Haupterwerb fortzuführen hat sich erneut ieles verändert. Seit Mai 2015 sind mittlerweile drei vollmobile Hühnerställe mit jeweils 250 Legehennen in Betrieb.

Seit Juni 2015 ist unsere Packstelle für Eier, mit Eiersortiermaschine und digitalem Printer in Betrieb.

Seit November 2015 werden in unserer hofeigenen Nudelmanufaktur Nudeln aus Hartweizen und regionalem Bio-Dinkel produziert. Die Eier für die Frischei-Nudeln stammen selbstverständlich aus unseren Hühnermobilen.

Im Februar 2016 haben die Bauarbeiten für die neue Maschinen,- und Lagerhalle begonnen, die in kompletter Eigenleistung selbst errichtet wurde und seit Spätsommer 2016 fertiggestellt ist.

Im August 2017 ging unsere computergesteuerte Mahl-, und Mischanlage zur Herstellung von hochwertigem Hühnerfutter in Betrieb.

Auch 2018 wird es spannend…Wie es weiter geht ?!? Abwarten…!

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