Naturschutz

Bereits im dritten Anbaujahr haben wir auf einem Teil unserer Fläche Feldlerchenfenster angelegt. Durch den sehr geringen Aufwand (Sämaschine wird kurz angehoben, eine kleine Fläche von 3m x ca. 5m wird nicht gesät) und die kaum realisierbaren Ertragsverluste kann so ein wertvoller Beitrag zum Erhalt der Feldlerche geleistet werden.
Durch den unaufhaltsamen Strukturwandel, der auch die landwirtschaftlichen Flächen betrifft (Flächen werden immer größer, Randzonen immer kleiner) hat die Feldlerche kaum noch Rückzugschancen. Unser Betrieb war der erste und bislang leider auch der einzige Betrieb im Saarland, der sich der „Initiative zur Rettung der Feldlerche“ in Zusammenarbeit von NABU und Bauernverband angeschlossen hat (siehe hierzu auch Zeitungsartikel in der Anlage).
Im Jahr 2012 musste aufgrund starker Auswinterungsschäden im Wintergetreide im Frühjahr Silomais angebaut werden. In den betroffenen Schlägen wurde erstmals ein Randstreifen mit Sonnenblumen angelegt. Dieser Streifen war nicht nur eine hervorragende „Insektenweide“. Er wurde auch von zahlreichen Vögeln als Nahrungsquelle aufgesucht. Und nicht zuletzt waren diese Streifen auch bei den Bürgen sehr beliebt!

Die Sonnenblumen wurden nach der Abreife ebenfalls in die benachbarte Biogasanlage als hochwertige Silage geliefert.
Seit mehreren Jahren mulchen wir die Randstreifen unserer Ackerflächen nur einmal im Jahr spät im Herbst. Somit können sich zahlreiche Vogel,- und Insektenarten in diesen Ackerrandstreifen aufhalten, vermehren und wohlfühlen. Nach dem Ende der Blüte im Herbst werden die Ackerrandstreifen abgemulcht, damit sich dort nicht wie an so vielen anderen Stellen, zu viel Hecken bilden. Bunte Ackerrandstreifen sind aus Sicht des Naturschutzes für viele Vögel und Insekten wertvoller als reine Heckenstreifen.

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